Hölscher Projekte
Standrohre Potsdam
Im Auftrag der Stadtwerke Potsdam übernimmt Hölscher die Installation von Standrohren für eine geplante geothermische Nutzung. Auf zwei Baufeldern werden insgesamt acht Bohrungen bis in eine Tiefe von rund 250 Metern abgeteuft. Die Arbeiten sind Teil des langfristigen Ziels, Erdwärme als Hauptenergiequelle der Stadt Potsdam zu etablieren und das alte Heizkraftwerk zu ersetzen. Damit leisten die Bohrungen einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045. Hölscher tritt in diesem Projekt als Generalunternehmer auf.
Auf dem Weg zur Klimaneutralität
Mit der Installation von acht Standrohren ermöglichen wir sichere und saubere anschließende Geothermiebohrungen inklusive Überwachung der Grundwasserstände. Die Stadt Potsdam möchte langfristig Erdwärme als Hauptenergiequelle nutzen und bis 2045 klimaneutral werden.
Leistungen und eingesetzte Technologien
Alles aus einer Hand – Hölscher als Generalunternehmer
Hölscher Wasserbau tritt hier als Generalunternehmer auf und verantwortet die gesamte Ausführung. Dazu gehören neben den Bohrarbeiten auch Leistungen wie Spülungsservice, Bohrgut- und Spülgutentsorgung, Verschraub- und Schweißarbeiten am Casing, geophysikalische Messungen sowie Stingerzementationen. Teile der Arbeiten werden dabei in Kooperation mit spezialisierten Nachunternehmern umgesetzt.
Ankerrohrtour für die mitteltiefe Geothermie
Vor Start der Bohrungen wurde mittels Seilbagger eine Bohrung im Trockenbohrverfahren bis 25 Meter Tiefe abgeteuft, um ein erstes Hilfsstandrohr zu setzen. Danach haben wir eine zweite Bohrung mit unserer RB65 im Spülbohrverfahren bis 250 Meter Tiefe abgeteuft, die Bohrung dient dem Einsatz der Standrohre. Die Ankerrohrtour dient der sicheren „Verankerung“ der Bohrung und bietet Schutz gegen die verschiedenen Drücke unter der Erde.
Standrohre für sichere Tiefbohrungen
Für jede der acht Bohrungen setzen wir Standrohre und sichern damit die weiteren Tiefbohrungen. Standrohre verhindern den Eintrag unerwünschter Stoffe wie Niederschlagswasser oder Bohrspülung, stabilisieren das Bohrloch und trennen Gesteinsschichten mit unterschiedlichem Druck oder Fluiden und Gasen ab. Zudem dienen Standrohre als Pumpenkammer für die Förderpumpe.
24/7 Überwachung der Grundwasserstände
Um die ökologischen Auswirkungen des Projektes zu minimieren, haben wir mehrere Pegelbohrungen bis 220 m Tiefe durchgeführt, um die Grundwasserstände zu überwachen. Dadurch können wir in Echtzeit auf mögliche Schwankungen und Veränderungen reagieren.
Saubere Sache
Ergänzend werden Auffangbecken zur Zwischenlagerung von Bohrklein und Bohrschlamm eingerichtet, um die Arbeiten umweltgerecht umzusetzen. Wir haben uns bei dem Projekt ebenfalls um die fachgerechte Bohr- und Spülgutentsorgung gekümmert.