02.07.2026

Premiere in Wildeshausen: Hölscher bohrt erstmals vollelektrisch

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Haren (Ems) / Wildeshausen, 01. Juli 2027 – Ein Projekt für die regionale Trinkwasserversorgung wird zugleich zum Praxiseinsatz für eine technische Neuerung im Brunnenbau: In Wildeshausen-Bühren stellt Hölscher Wasserbau im Auftrag des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) drei neue Förderbrunnen her. Erstmals wurde dabei mit dem von Hölscher weiterentwickelten Bohrgerät B3A im Brunnenbau vollelektrisch über Akku gebohrt.

Hybridtechnik aus Haren: B3A kombiniert Dieselantrieb und elektrischen Akkubetrieb

Das Universalbohrgerät basiert auf einer Wirth B3A und wurde von Hölscher zu einem hybriden Bohrgerät weiterentwickelt. Neben dem klassischen Dieselantrieb kann der Bohrbetrieb elektrisch erfolgen. Ein 90-kW-Elektromotor versorgt dabei sowohl den eigentlichen Bohrbetrieb als auch die Hydraulikanlagen. Die Energie stammt aus Akkupaketen, die je nach Einsatzdauer einen mehrstündigen Betrieb ermöglichen. Dadurch kann der Bohrbetrieb auf der Baustelle deutlich leiser und mit reduzierten CO₂-Emissionen umgesetzt werden.

„Es ist deutschlandweit das einzige Bohrgerät, das so arbeitet“, erklärt Udo Robben, Bauleiter bei Hölscher Wasserbau für die Baumaßnahme. Je nach Einsatz ermögliche ein Akku einen Betrieb von etwa fünf bis sechs Stunden. Damit lasse sich auch ein kompletter Arbeitsabschnitt im Akkubetrieb realisieren.

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Die schwarzen Akkus ermöglichen einen vollelektrischen Betrieb des Bohrgeräts.

Leiser, emissionsärmer, zukunftsorientiert: Akkubetrieb bringt Vorteile auf der Baustelle

Für Hölscher ist der Einsatz in Wildeshausen ein wichtiger Meilenstein. Gerade im Brunnenbau treffen hohe technische Anforderungen, enge hydrogeologische Vorgaben und ein sensibler Umgang mit der Ressource Grundwasser aufeinander. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an einen ressourcenschonenden Baustellenbetrieb. Das hybride Bohrgerät verbindet beides: die Leistungsfähigkeit eines klassischen Bohrgeräts mit den Vorteilen eines elektrischen Betriebs auf der Baustelle.

Bohrkerne liefern die Grundlage für den passgenauen Brunnenausbau
Bevor die eigentlichen Förderbrunnen hergestellt wurden, führte Hölscher vor Ort drei Erkundungsbohrungen bis in eine Tiefe von jeweils rund 80 Metern aus. Ziel dieser Bohrungen ist es, den anstehenden Boden im Bohrkern zu gewinnen und anschließend genau zu untersuchen. Aus den Bohrkernen werden Proben entnommen, im Labor getrocknet, gesiebt und ausgewertet. Auf dieser Grundlage lässt sich der Bodenaufbau exakt bestimmen.

Diese Erkenntnisse sind entscheidend für den späteren Brunnenausbau. Filterstrecken, Filtermaterial und Kiesschüttung können dadurch exakt an die hydrogeologischen Verhältnisse angepasst werden. Für den Brunnenbau bedeutet das mehr Betriebssicherheit: Der spätere Förderbrunnen soll optimal auf den Untergrund abgestimmt sein und keine Sandführung aufweisen.

Spülbohrung, Edelstahlfilter und doppelte Kiesschüttung für betriebssichere Förderbrunnen
Nach der Auswertung der Erkundungsbohrungen und der Abstimmung des Ausbauplans mit dem Auftraggeber wurde das erforderliche Material, darunter Edelstahl-Wickeldrahtfilter, bestellt. Die eigentlichen Brunnen wurden anschließend mit der B3A im Spülbohrverfahren gebohrt. Der Ausbau erfolgt mit Filter und doppelter Kiesschüttung.

Drei neue Förderbrunnen stärken langfristig die Versorgung in Wildeshausen

„Für uns zeigt dieses Projekt sehr konkret, wohin sich moderner Brunnenbau entwickeln kann“, so Robben. „Wir sichern mit unserem Handwerk die Grundlage für die Trinkwasserversorgung – und arbeiten gleichzeitig daran, die dafür eingesetzte Technik weiterzuentwickeln.“

Die drei neuen Förderbrunnen sollen künftig das nahegelegene Wasserwerk des OOWV ergänzen und damit einen Beitrag zur langfristigen Wasserversorgung in der Region leisten. Für Hölscher Wasserbau ist der Einsatz in Wildeshausen zugleich ein Beispiel dafür, wie technische Innovationen aus dem Emsland bundesweit neue Maßstäbe im Grundwassermanagement setzen können.

 

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Einbau des Wickeldrahtfilters in den Brunnen mit Kiesschüttung für höhere Langlebigkeit und Ergiebigkeit des Trinkwasserbrunnens.

Unternehmenskommunikation

Pressekontakt

Björn Hanke
Hölscher Wasserbau GmbH
kommunikation@hoelscher-wasserbau.de
+49 5934 707-600

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